Eine Amputation ist ein ungeheurer Eingriff in das Leben des Betroffenen. Bei vielen von uns setzt nach der Amputation der seelische Schock ein - das Verarbeiten des „Endgültigen“. Wir wagen nicht die Bettdecke aufzuschlagen, um nicht sehen zu müssen, dass das Bein nicht mehr da ist. Es ist ein sehr langwieriger und schmerzhafter Lernprozess bis man das Leben wirklich „neu begreift“ und sich mit den
Konsequenzen beschäftigen kann. Erst dann stellen wir uns die Fragen „Wie geht es weiter?“ und „Was kommt nun auf mich zu?“.
Ein Bündel von Problemen tut sich auf:
- Wie werden sich partnerschaftliche und familiäre Beziehungen entwickeln?
- Werden Freundschaften den Belastungen standhalten?
- Werde ich von der Gesellschaft akzeptiert werden?
- Wie gestaltet sich meine wirtschaftliche Situation?
Jährlich finden in Deutschland 40.000 - 60.000 Beinamputationen und ca. 10.000 - 15.000 Armamputationen statt.
Leider fehlt in Deutschland ein Amputationsregister, das es in der DDR gegeben hat und das seit der Wiedervereinigung nicht weiter gepflegt worden ist.
